Es war von Anfang an klar: Ich baue gasfrei. 

Dies bringt aus meiner Sicht einige Vorteile mit sich. Zum einen entfällt die Gasprüfung, die für Wohnmobile alle 24 Monate anfällt, zum anderen habe ich persönlich mit Gas im Wohnmobil keine gute Erfahrungen gemacht – einen explodierten gasbetriebenen Kühlschrank muss man sich nicht zwei mal antun. Zu meiner persönlichen Präferenz gesellt sich außerdem das Problem, dass in verschiedenen Ländern verschiedene Gasflaschen und -adapter handelsüblich sind, was das ganze Setup verkompliziert. 

Die gasfreie Lösung zum Kochen für mein autarkes Wohnmobil sieht ein Induktionskochfeld des Herstellers Bosch vor. Mit einer Leistung von 3500 Watt sind Nudeln und Co. genau so schnell gekocht wie auf einem Gasherd  mit dem Vorteil der anschließend leichteren Reinigung der Kochstelle. Ich bin mit dem Kochfeld bisher sehr zufrieden. 

Die Heizung in meinem Expeditionsmobil wird mit Diesel betrieben, alle anderen Verbraucher – vom Kochfeld über die Warmwasseraufbereitung bis hin zur Waschmaschine und der Geschirrspülmaschine – arbeiten mit Strom. Dementsprechend wird einiges an Speicherkapazität benötigt: Vier Lithium Akkus mit einer Gesamtspeicherkapazität von 440 AH bei 24V sorgen für genügend Strom, auch bei schlechtem Wetter und bewölktem Himmel.
Das Strom-Setup besteht aus vier Pylontech Batterien, einem Wechselrichter von Victron (Quattro 24/5000), Victron Cerbo GX als Steuereinheit und zwei Solarreglern von Victron (MPPT 150/70 MC4 VE.Can), die jeweils von drei Solarpanels á 355 WP (Gesamtleistung 2130 WP) gespeist werden. Die beiden Anlagen schaffen es bei gutem Wetter, die Akkus mit über 60 A zu laden. 

 

Der Kopf der Anlage. 4 x Lithium Akkus mit einer Gesamtspeicherkapazität von 440 AH bei 24v.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kommandozentrale